GRÜNE wollen Tankstelle im Trinkwasserschutzgebiet verhindern

Die GRÜNEN haben für die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 9. November beantragt, dass die Stadt alle Möglichkeiten ergreift, eine geplante Tankstelle auf dem ehemaligen Gelände der Fa. Läster (neben Lidl) zu verhindern.

Das gesamte Gewerbegebiet entlang der Beuerbacher Landstraße liegt in einer Trinkwasserschutzzone. Nach Auffassung der GRÜNEN besteht die Gefahr, dass das Trinkwasser durch einen Störfall beispielsweise bei der Anlieferung von Diesel oder Benzin verseucht werden kann. Da in Bad Camberg das Wasser zu einem erheblichen Teil aus oberflächennahen Schürfungen anstatt aus Tiefbrunnen gewonnen wird, würde auslaufendes Benzin bei einem Unfall besonders schnell in das Trinkwasser eindringen. „Bereits in den achtziger Jahren gab es mehrfach Fälle, bei denen Giftstoffe im Bereich des Gewerbegebietes in das Trinkwasser eingedrungen und kostspielige Sanierungsmaßnahmen erfolgen mussten“, so erinnert sich Fraktionsvorsitzender Dieter Oelke.

 

Für die GRÜNEN ist es besonders ärgerlich, dass erst in der letzten Stadtverordnetenversammlung Ende August ein Bebauungsplan für das Lästergelände verabschiedet wurde, in dem der Hinweis auf den Bau einer Tankstelle und auf die Wasserschutzzone fehlten. „Tankstellen sind nach den geltenden Verordnungen in Wasserschutzgebieten grundsätzlich nicht zulässig“ betont der GRÜNE Stadtverordnete Holger Reich.

 

Der GRÜNEN sehen zu dem keinen Bedarf für eine weitere Tankstelle in Bad Camberg. „Auf dem bahnhofsnahen Lästergelände sollte besser ein Jugendzentrum oder eine Disco angesiedelt werden“, so der GRÜNE Bürgermeisterkandidat Andreas König.


Hier die Presseerklärung.

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